Kindertagesstätte Tannenhof

Kita-Leiter Christian Bohe muss während der Pandemie viel umstrukturieren

Zwischen Kita, Kontaktbeschränkung und Corona

Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen, bringt die meisten Eltern an ihre Grenzen. Sie sind schon lange „mütend“. Zum Glück können sie sich auf die Kita-Tannenhof verlassen. 83 Kinder werden hier unter strengen Hygienevorschriften im eingeschränkten Pandemiebetrieb betreut. Jedes Kind hat hier die Möglichkeit, sich zwei Mal in der Woche testen zu lassen. „Es besteht keine Testpflicht in Kitas, allerdings der Appell das Testangebot zu nutzen, um natürlich auch für uns selber ein wenig mehr Sicherheit zu haben“, erzählt der Kita-Leiter Christian Bohe. „Die Corona-Pandemie hält uns weiterhin auf Trab. Nichtsdestotrotz gibt unser Kita-Team sein Bestes und versucht den Kindern weiterhin ein Stück Normalität zu geben.“
Gekürzte Betreuungsstunden und feste Gruppen sind ebenso Bestandteil des Hygienekonzeptes, wie die räumlichen Abgrenzungen des Außengeländes. „Die einzelnen Betreuungsgruppen werden nicht gemischt und bleiben in ihren festen Gruppensettings“, so Bohe. „Durch die großzügig gestalteten Räume können sich die Kinder dennoch in allen Entwicklungsbereichen frei entfalten.“ Das verlangt viel Flexibilität, sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen.
Auch hinter den Kulissen der Kinderaugen geht es in der Kita Tannenhof immer weiter voran. Viele Strukturen werden auf jetzige Bedürfnisse besser angepasst und zum Beispiel nach draußen an die frische Luft verlagert. „In unseren neu angelegten Gartenbeeten wächst und gedeiht alles so hervorragend, dass wir nun ein neues Projekt daraus geplant habe“, berichtet Bohe. „Wir haben auch einen Kompost auf dem Kitagelände errichtet und schon viele Gemüsesorten und Kräuter zusammen mit den Kindern angepflanzt.“ Das passt gut zum großen Thema Nachhaltigkeit, auf das hier viel Wert gelegt und den Kindern spielerisch vermittelt wird.
Bisher wurde die Kita von Indexfällen verschont. Mit der neuen Bundes-Notbremse werden aber auch für Bohe sein Team und natürlich auch für die Kinder bei einem steigendem Inzidenzwert weitere Einschränkungen kommen. „Die Anforderungen sind hoch, dennoch meistern meine Kolleginnen und Kollegen, ob pädagogisches Personal, die Küchenfee, der Hausmeister oder die Putzfee die derzeitige Situation sehr gut und ich bin stolz, dass das gesamte Team der Kita so eine tolle Arbeit in solch einer ungewissen Zeit leistet“ resümiert Christian Bohe.


Im Frühjahr 2016 wurde die Kindertagesstätte Tannenhof unter der Trägerschaft von AVP e.V. eröffnet. Die Kindertagesstätte befindet sich auf dem Tannenhofweg in Düsseldorf-Vennhausen. Die Grundsteinlegung des ökologisch angelegten Baus fand am 11. Mai 2015 statt.

Die Kindertagesstätte Tannenhof versteht sich als familienunterstützende Bildungsinstitution. Die Kinder werden als neugierige Forscher gesehen, die sich mit sich selbst und ihrer Umwelt aktiv auseinandersetzen. Dementsprechend ist es unser Ziel, nicht nur die Sicherung der notwendigen Rahmenbedingungen, die Entfaltung und das Reifen der Kinder zu unterstützen, sondern auch die zusätzlichen Entwicklungsbesonderheiten und wichtigen Lernprozessen für die entsprechende Altersstufe zu beachten. Die Entwicklung und Förderung der notwendigen Kompetenzen, die dem Kind eine aktive Teilnahme am sozialen Geschehen der modernen Gesellschaft ermöglichen, gehören zur Selbstverständlichkeit unseres Handelns.

Neben der wichtigen pädagogischen Arbeit mit Kindern ist die intensive Elternarbeit ein Grundbaustein. Dank der engen Kooperation mit dem multiprofessionellen Team aus der AVP-Familienberatung können wir auf mehrjährige Erfahrungen in den Bereichen Hilfen zur Erziehung, Kinder-, Jugend-, und Erwachsenenbildung zurückgreifen.

Pädagogisches Konzept

Eine Besonderheit unserer Einrichtung stellt ihre bilinguale Ausrichtung und eine gezielte Sprachförderung dar. Im Sinne der mehrsprachigen Kindesentwicklung wird in zwei Gruppen neben der deutschen, die russische Sprache als Zweitsprache vermittelt.
In den zweisprachigen Gruppen werden die Kinder Deutsch und Russisch in alltäglichen Situationen lernen. Dafür verwenden wir die bilinguale Methode. Die Kinder lernen die Gedanken in beiden Sprachen zu fassen und sich in ihrem Alltagsleben in den beiden Sprachen verständigen zu können. Von den pädagogischen Fachkräften, die Deutsch, bzw. Russisch als Muttersprache beherrschen, bekommen Kinder die Sprachen in verschiedenen Situationen unmittelbar und auf natürliche Weise vermittelt.
Außerdem ist die Sprachförderung in der Kindertagesstätte auch auf das Familienleben gerichtet. Für uns ist die Arbeit mit den Eltern von großer Bedeutung. Insofern wird daran gearbeitet, dass die Eltern den Prozess des bilingualen Spracherwerbs für ihre Kinder in ihrer vertrauten Umgebung weiter fördern.

Im Rahmen der täglichen Betreuung eröffnen wir den Kindern ein breites Bildungsangebot mit einer zusätzlichen Ausrichtung zur frühkindlichen Förderung im U3-Bereich. Dazu zählen insbesondere Angebote zur Entwicklung musikalischer Kompetenzen, kreativer Kompetenzen, sozialer Kompetenzen sowie zur Förderung motorischer Fähigkeiten durch sportliche Aktivitäten.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern sehen wir als zentral bei der Gestaltung der Betreuungsangebote sowie des Alltages in der Kindertagesstätte. Unser Ziel ist die Entwicklung einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Kindertagesstätte.
Wir sehen unsere wichtige Aufgabe darin, dass die Kinder auf den Wechsel von der Kindertagesstätte in die Grundschule gut vorbereitet werden.

Warum ist ein Kindergarten mit Russisch als Fördersprache in Düsseldorf erforderlich?

Heute geben ca. 8% der Bevölkerung in Düsseldorf Russisch als ihre Muttersprache an. Diese Bürger liefern mit ihrer Geschichte, individuellen Biographien und Sprache einen enormen Beitrag zur kulturellen Vielfältigkeit in der Stadt und in Deutschland im Allgemeinen.

Auf der Grundlage der gewonnenen Beobachtungen aus unserer alltäglichen Arbeit mit Migranten vertritt AVP e.V. die Meinung, dass die erfolgreiche Integration in einer neuen Heimat schneller gelingt, wenn man gelernt hat, die eigenen Wurzeln und die gegenwärtige Umwelt miteinander zu verknüpfen.

Lernen die Kinder Kulturen und zwei Sprachen parallel, so haben sie schon im Schulalter einen enormen Vorteil, von dem sie im Verlauf ihrer Entwicklung profitieren können.

Wir wollen mit der ersten Kindertagesstätte in Düsseldorf, die Russisch als Fördersprache anbietet, einen wichtigen Baustein im primären Bildungsbereich anlegen, der die deutsch-russische Partnerschaft noch mehr bekräftigt. Nicht nur die einheimische Bevölkerung gehört zu unserer Zielgruppe, sondern auch die russischen Unternehmer, die in Düsseldorf tätig sind, werden somit die Möglichkeit haben, mit ihren Familien in Düsseldorf längerfristiger zu arbeiten.

Tannenhofweg 88

40627 Düsseldorf

Tel: 0211-390 212 10
E-Mail: kita@integrationavp.de