Open/Close Menu Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive

Im September dieses Jahres „2019“ wurde das Projekt „Der Landarzt 2.0“ in die Praxis umgesetzt. Die Zielsetzung des Projektes war ein internationaler Fachkräfteaustausch zwischen jungen Ärzten aus Deutschland und der Ukraine zum Thema: Verbesserung der medizinischen Versorgung auf dem Land, ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an die EVZ-Stiftung die dieses Projekt durch das Meet Up-Programm Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen möglich gemacht hat.

Die Schwierigkeit der Primärversorgung im ländlichen Raum ist allgegenwärtig und stellt sich nicht nur in Deutschland und der Ukraine als Problem dar. Aktuellen Studien zufolge, lassen sich Ärzte lieber in Ballungsgebieten als auf dem Land nieder, dafür wurden die OECD-Länder untersucht. Um dieses in den Griff zu bekommen, werden aktuell international diverse Maßnahmen erprobt.

Wir, der Verein AVP e.V. hatten dementsprechend die Vision des Zusammentreffens von jungen Allgemeinmedizinern aus Deutschland und der Ukraine um diesen eine Gelegenheit zu geben, Einblicke auf das jeweilige System zu erhalten und zu geben, sowie auch Strategien und Methoden zu erarbeiten, wie die medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden kann. Die Workshop-Woche hat in den Räumlichkeiten von AVP e.V. stattgefunden, das zu erarbeitende Programm war intensiv und beinhaltete tiefgreifende Inhalte, um nur ein paar zu nennen, standen unter anderem folgende Themen auf der Tagesordnung; Strategien zur Verbesserung zeitlicher und örtlicher Erreichbarkeit von Ärzten oder auch die Entlastung von Hausärzten durch stärkere Einbindung nicht ärztlicher Gesundheitsberufe. Das gemeinsame diskutieren und das konstruktive Denken aller Anwesenden, war gefüllt mit Elan und Dynamik. Es war offensichtlich, dass die jungen Ärzte und Fachkräfte Ihren Beruf mit Herzblut und aus vollster Überzeugung ausüben und leben.

Außerdem, dass ein starker Wille da ist, etwas zu verändern, um den Patienten besser und schneller helfen zu können.

Des Weiteren waren wir zu Gast in einem Düsseldorfer Ärztehaus, in diesem sind viele Fachärzte und Allgemeinmediziner ansässig. Die Teilnehmer durften in die Routine einer deutschen Ärztepraxis rein schnuppern und viele Fragen stellen, ebenso auch die Räumlichkeiten und das Inventar inspizieren, diese Möglichkeit ,fanden allesamt aufschlussreich und für sich selbst als Mediziner erstrebenswert.

Auch das Erkunden der sehenswerten Stadt Düsseldorf wurde nicht außer Acht gelassen, für die Abendstunden haben die Projektleiter ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm organisiert.

Dazu gehörte der Besuch des Rheinturms, was natürlich Pflichtprogramm ist, wenn man sich in Düsseldorf aufhält, sowie auch eine Stadtführung in der Altstadt, mit all den Sehenswürdigkeiten und Ihrer Geschichte und zu guter Letzt gab es am Samstag die kreative Artistik im Apollo Varitee zu bestaunen. Die Tatsache, dass auch in die Freizeitgestaltung viel Engagement seitens der Initiatoren geflossen ist, hat die Teilnehmer durchweg begeistert.

Es ist bekannt, dass jedes Projekt ein Ende hat und somit hatten wir am vorletzten Tag, eine Podiumsdiskussion im Haus der Universität veranstaltet, bei dieser wurde reflektierend auf die Workshop-Woche geschaut, man hat sich ausgetauscht, Wünsche und Dank geäußert, sowie auch positive Kritik und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft.

Am Abend gab es ein gemeinsames Abschiedsessen, es wurde miteinander diniert und gelacht und neue Ideen wurden geschmiedet.

Wir sind also gespannt auf die Zukunft und eine mögliche Fortsetzung.

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