Open/Close Menu Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive

In enger Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde Düsseldorf und mit der KiTa „St. Theresia“ der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus führte AVP e.V. ein Integrationsprojekt für osteuropäische Eltern und Kindertagesstätten, dass offiziell unter dem Namen „Förderung von Erziehungspartnerschaften“ lief, durch. Das Projekt aus dem Jahr 2011 stellte die Brückenfunktion – daher der Name „Die Brücke“ – der Mitarbeiter von AVP e.V. zwischen Kindertagesstätten und Eltern mit russischsprachigen Migrationshintergrund hervor.

In der Regel verfügen die Familien mit osteuropäischem Migrationshintergrund nicht über ausreichende Informationen über das breit gefächerte Angebot und die Leistungen in den komplexen Bereichen der Bildungs- und Erziehungslandschaft, da diese in den Herkunftsländern in dieser Form z.T. nicht existierten. Hieraus resultiert Resignation, Unsicherheit und vorhandene Angebote werden nicht wahrgenommen.

Durch die alltägliche Bewältigung von Problemen, die mit der Integration einhergehen, können die Eltern häufig ihren Erziehungsauftrag nicht voll und ganz wahrnehmen und belasten die Eltern-Kind Beziehung. Aufgrund eines in den Wurzeln verschiedenen Mentalitätssystems, ist die Durchdringung dieser Problematik oft besser von Personen mit gleichem Migrationshintergrund zu leisten. Hierzu boten wir Lösungsstrategien und versuchten Beteiligung an der unmittelbaren sozialen und kulturellen Umgebung zu ermöglichen.

Im Laufe des Projektes wurden insgesamt 48 Kindertagestätten der Stadt Düsseldorf angesprochen. In manchen Einrichtungen hat die Zahl der Kinder aus osteuropäischen Ländern fast 50% erreicht, wie in der Kindertageseinrichtung der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus KiTa „St. Theresia“ in Düsseldorf-Garath. Die Kontaktaufnahme zu den Eltern mit osteuropäischem Migrationshintergrund erfolgte durch Verteilung von Flyern, durch persönliche Ansprachen und telefonische Kontakte.

Es entstanden Angebote für die Eltern und die Erzieherinnen in Form von:

  • Informationsveranstaltungen
  • Elterncafes
  • Seminaren und Vorträgen zur verschiedenen Themen, wie z.B. „Gewaltfreie Kommunikation im Alltag“, „Kinder richtig verstehen“, oder „Bilingualität in der Familie“

Bei der Gestaltung des Projektes wurden die gemeinsamen und individuellen Probleme, Bedürfnisse und Wünsche der Einrichtung und der Eltern angesprochen.

Die Ziele für die Erziehungspartnerschaften waren die frühe Integration der Kinder in den Bereichen wie Kindertagesstätte, Sportverein oder sozialem Umfeld, der Abbau von Bildungsbenachteiligung durch gezielte frühkindliche Förderung und der spannungsfreie Umgang von Kindern unterschiedlicher Herkunft. Für die Eltern und Erzieher wurden der Abbau von Kommunikationsschwierigkeiten, ein besseres Verständnis über Unterschiedlichkeit von Erziehungsstilen und ein Abbau von Berührungsängsten erzielt. Außerdem wurde die interkulturelle Kompetenz auf beiden Seiten erhöht.

Das Projekt „Förderung von Erziehungspartnerschaften“ zeigte, wie wichtig Erziehungspartnerschaften zwischen den Eltern der Kinder mit Migrationshintergrund und den Kindertagesstätten sind. Vor allem für die Eltern, die mit ihren eigenen vielfältigen Integrationsproblemen belastet sind und die positive Impulse im Erziehungsprozess brauchen.

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