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Podiumsdiskussion

Mit einer offiziellen Präsentation fiel am Freitag, 21.08.2015 der Startschuss für das internationale Hilfsprojekt „Rein ins Leben! – Wir bringen dich zu deinem Ziel.“, das Kindern mit Behinderung in der sibirischen Stadt Nojabrsk helfen soll. Im Bürgersaal der Bilker Arcaden wurde das Projekt, das vom Düsseldorfer Integrationsverein AVP e.V. und der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft Düsseldorf-Jamal e.V. ins Leben gerufen wurde, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kindern, die durch eine Behinderung an den Rollstuhl gebunden sind, ist in vielen Städten Sibiriens die Teilnahme am Schulunterricht, gute medizinische Versorgung und eine aktive Teilhabe am Leben verwehrt. Sie sind gezwungen, ihre Freizeit häufig ganztägig in der Wohnung der Eltern zu verbringen. Die Ursache: Es gibt keine behindertengerechte Transportmöglichkeit zur Schule, zum Facharzt oder zu Freizeitaktivitäten. So haben die Kinder keine Chance, ihr Recht auf Allgemeinbildung wahrzunehmen, gute medizinische Versorgung zu erhalten und Freunde in ihrem Umfeld zu finden. „Rein ins Leben“ möchte diesen Kindern in der Stadt Nojabrsk helfen. Dafür soll mit Spendengeldern ein Bus erworben werden, der behindertengerecht umgebaut und dann dort als Transportmittel für die Kinder zur Verfügung gestellt wird. Es ist geplant, dass der Bus, wenn die Spenden vollständig sind, im Mai 2016 in die 5.531 km entfernte Stadt in Sibirien überführt wird.

Sylvia Pantel, Bundestagesabgeordnete der CDU, lobte bei der Eröffnungsfeier den Titel, sowie den Inhalt des Projektes und wies auf ihre Nähe zu Russland hin. Der Geschäftsführer von AVP e.V., Sergej Aruin, betonte, dass das Hilfsprojekt nichts Politisches sei. „Es geht nicht um Grenzen, sondern darum, Hilfe dort anzubieten, wo Menschen sie nötig haben.“, auf die Frage, warum trotz der aktuellen Spannungen zwischen den Ländern ein Hilfsprojekt einer deutschen Organisation in Russland geplant sei.

Nach der Präsentation fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von AVP e.V. und dem CDU-Ratsherrn Andre Simon statt, bei der viele Fragen zum Projekt gestellt und beantwortet wurden. So wurde noch einmal verdeutlicht, dass eine langfristige Zusammenarbeit mit Nojabrsk und der dort ansässigen sozialen Organisation Taganaj geplant ist, die sich vor Ort um die Transporte und die Wartung des Busses kümmern wird.
Die Aktion lebt von Spendengeldern, daher ist es auf der Website www.betterplace.org möglich einen Betrag zu spenden. Es sind im Laufe des Jahres auch noch weitere Spendenaktionen geplant, die dann auf der AVP- Internetseite zu erfahren sind.

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